Gefühle

Ganz grob habe ich bei Männern immer den Eindruck, dass Gefühle fast wie eine Krankheit oder zumindest ein Störfaktor behandelt werden. Bestmöglich ist, man hat keine Empfindung. Außer natürlich Glück, Macht, Freude, Zufriedenheit, also praktisch den Katalog angenehmer Empfindungen und Zustände, die man zum Lebensziel erklärt. Daher kommt wahrscheinlich auch die Idee eines Himmels am … Gefühle weiterlesen

Dopamin

Ich denke nicht, dass man abhängig ist von Alkohol oder Dopamin oder Koffein, also nicht süchtig nach dem chemischen Stoff alleine, sondern nach dem Gefühl der körperlichen Reaktion. Ruhe, Entspannung, Euphorie, Hingabe. Das alles bekommt eine Qualität, die man nüchtern nicht erlebt. Man erlebt es anders und das Gehirn denkt sich irgendwas aus, um den … Dopamin weiterlesen

Durchlässigkeit

Ich habe mich immer gefragt, wie ich Schwarz-Weiß-Denken verhindern kann. Wie kann ich von etwas sprechen, ohne damit sein Gegenteil zu erzeugen und dazwischen eine Grenze zu ziehen? Ich darf nicht dem Bild eines geschlossenen Raumes verfallen. Es entspricht eher einem großen Haus mit Türen dazwischen. Ob jemand durch diese Türen schreitet, ist eine andere … Durchlässigkeit weiterlesen

Stundenglas

Die eigenen Gefühle, Vorstellungen und Fantasien machen das aus, was man ist, und wenn man das mit jemandem teilen will, dann braucht man dafür ein kleines Wurmloch, einen winzigen Spiegel in die Welt des anderen, das andere Spiegeluniverum. Wie bei einem Stundenglas, dessen Durchgang ein Spiegel ist. Zwei Menschen können jahrelang nebeneinander leben, ohne dass … Stundenglas weiterlesen

Was das Schichtenmodell sichtbar macht

Ausgehend von dem Schichten-Modell, was der Mensch ist, habe ich von Claude ein Tool und daraus ein Plugin schreiben lassen, das analysiert und darstellt, inwieweit eine Sache einen Menschen auf den verschiedenen Ebenen betrifft. Nachdem ich es getestet habe („Das Album Thriller von Michael Jackson“, „Schwimmen im Hallenbad“, „Artificial Intelligence“) habe ich gemerkt, dass es … Was das Schichtenmodell sichtbar macht weiterlesen

Wer sind wir?

Auf Olaf Stapeldons Sternenschöpfer kam ich durch Henry Gee, der im letzten Kapitel die Menschheit weiterdenkt und dabei Stapeldons Idee aufgreift. Offensichtlich ist er sehr stark von Stapeldon beeinflusst. Stapeldon macht sich erstaunlich detailliert über diese Bereiche des Menschen Gedanken und spinnt daraus vielfältige Lebensformen und Gesellschaften aus. Was also macht einen Menschen aus, woraus … Wer sind wir? weiterlesen

Der rätselhafte Mensch

Wenn ich hundertfünfzig Jahre alte Bücher lese, dann fällt – im Vergleich zu heute – auf, dass Psychologie und Charakter einen anderen Stellenwert in der Gesellschaft hatten. Das ist zweischneidig, wenn ich romantisiere, bewahre ich den Zauber des Rätsels, wenn ich pathologisiere, werde ich medizinisch. Menschen werden im einen Fall zur Anekdote, im anderen zum … Der rätselhafte Mensch weiterlesen