Die letzte Woche war vollgepackt, nicht nur mit Arbeit, auch mit Freizeit. Das war eine extreme Diskrepanz zu der entspannten Urlaubswoche vorher, die aus Spazieren, Schwimmen und Lesen bestand. Die letzte Woche hatte ich Arbeit, Physio und viel zu viel Tanzunterricht. Ballett geht gut, das ist eine ausgefeilte Technik, hinter der ich voll und ganz stehe. Contemporary oder zeitgenössischer Tanz ist unklarer und folgt keinen klaren Stilen mehr. Jeder macht, was er will. Mal ist es Modern, mal Lyrical, Selbstausgedacht, Urban inspiriert. Ich werde eine Pause einlegen, aus mehreren Gründen. Das Gruppengefühl ist nicht mehr da. Ich will Nacken und Knie schonen und vor allem nicht zu viel hektisch lernen. Die Bewegungen sollten sich ästhetisch gut anfühlen. Ich will keine Improvisation. Es wäre toll, wenn ich mal wieder ein bisschen mehr Struktur hätte, keine zu starre Technik, nicht zu hektisch. Man kann auch nett und schön und abwechslungreich zeitgenössich tanzen. Da merke ich natürlich auch den Altersunterschied. Sobald die Tänzerinnen anfangen zu arbeiten oder Kinder zu kriegen, haben sie keine Lust mehr, sich unnötig zu verrenken. Und ich bin sowieso alt. Und auch die, die viel Stress haben oder Kopfarbeit leisten, wollen runterkommen. Es gibt Figuren und Bewegungen, die wirklich Spaß machen und so eine grobe Vorstellung, wie das aussehen könnte, habe ich auch, aber den Unterricht habe ich gerade nicht. Ärgerlich, denn eigentlich will ich eine gute Technik und auch ruhig etwas anspruchsvoller, aber in Maßen und meinem Rhythmusgefühl entsprechend. Vor allem keine gesundheitlich fragwürdige Techniken.
Ich mache eine Contemporary-Pause und probiere es mit Yoga. Das ist nämlich der andere Punkt: Ich muss lernen, runterzukommen. Das ist gerade mein Hauptprojekt in der Freizeit. Das brauche ich gesundheitlich.
Ich schreibe das deshalb hier alles auf, damit ich wirklich etwas ändere.