Ein Tagebuch

Nefertem

Gedanken, Notizen, Texte

Oktober 2026

  • Ausgewrungen

    Der Tag war lang. Ich bin eine Stunde früher aufgestanden und ins Büro gefahren, weil ich etwas vom Vortag vergessen hatte. Ich habe das schnell morgens erledigt und saß dann in zwei Besprechungen. Danach wurde es etwas ruhiger. Ich hatte zwischen Arbeit und Unterricht kurz Zeit, um mich zu erholen.

    Nach eineinhalb Stunden Contemporary Dance mache ich noch eine Stunde Yoga hinterher. Das ist zwar anstrengend, aber für Kraft und Dehnung gut. Hinterher tut mir alles auf eine gute Weise weh. Zwischendrin fühle ich mich, als würden die Dehnungen und Drehungen meinen Körper auswringen.

    Der Lehrer macht intensive Atemübungen. In Kombination habe ich das Gefühl, dass sich so etwas wie Blockaden lockern. Einschränkungen, die sich über Jahre in den Körper geschrieben haben, werden ganz langsam erweitert. Millimeter nur, aber Raum schaffend.

    Der Abend ist lang, ich komme erst um halb elf nach Hause. Im Kühlschrank liegt ein Burger, den die Tochter für mich mitbestellt hatte. Er ist platt und unansehnlich. Ich lege ihn in den Sandwich-Toaster zum Aufwärmen. Ich bin nicht so begeistert von dem Burger, was meine Tochter ein bisschen enttäuscht.

    Mit meinem Hörbuch komme ich nur ein bisschen weiter, mein Schlaf ist mir lieber.

  • Hallo Welt!

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